Jeder stirbt für sich allein

Ungekürzte und kommentierte Ausgabe

Author: Hans Fallada

Publisher: Null Papier Verlag

ISBN: 3962813179

Category: Fiction

Page: 883

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*** Ungekürzte und kommentierte Ausgabe *** Falladas schonungslose Abrechnung mit dem Nazi-Regime Erzählt wird die Geschichte eines einstmals harmlosen Berliner Ehepaares und dessen aussichtslosen Widerstandes gegen Hitler und seine Schergen. Das Ehepaar Quangel sind „die kleinen Leute von nebenan“. Sie versuchen im Berlin 1940er zu überleben, als längst schon niemand mehr an den Endsieg glaubt. Sie haben sich mehr schlecht als recht arrangiert. Was bleibt ihnen auch anderes übrig in einer Atmosphäre der Gewalt und der permanent drohenden Denunziation durch willfährige Speichellecker des Regimes. Doch alles ändert sich, als ihr Sohn in diesem furchtbaren Krieg fällt. Was kann Hitler ihnen jetzt noch antun? Sie wollen Widerstand leisten. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Doch die Gestapo ist ihnen schon auf den Fersen. Ein Buch, das ob seiner Härte und Klarheit nichts anders machen kann als betroffen, wie schreibt doch Fallada im Vorwort: »... mehr Helligkeit hätte Lüge bedeutet. « Er sieht das kranke, gelblich weiße Gesicht Annas vor sich, wieder hört er ihre Anklage, er ist jetzt zu einer ganz ungewohnten Stunde unterwegs, diesen Schwätzer Barkhausen an der Seite, heute Abend ist die Trudel bei ihnen, es wird Tränen geben, endloses Gerede – und er, Otto Quangel, liebt doch so sehr das Gleichmaß des Lebens, den immer gleichen Arbeitstag, der möglichst gar kein besonderes Ereignis bringt. Schon der Sonntag ist ihm fast eine Störung. Und nun soll alles eine Weile durcheinandergehen, und wahrscheinlich wird die Anna nie wieder die, die sie einst war. Das war zu tief aus ihr gekommen, dieses ›Du und dein Hitler‹. Das hatte wie Hass geklungen. Null Papier Verlag www.null-papier.de
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Jeder stirbt für sich allein

Roman

Author: Hans Fallada

Publisher: Aufbau Digital

ISBN: 3841200788

Category: Fiction

Page: 627

View: 9049

Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindrückliche und berührende Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avanciert rund sechzig Jahre nach der Entstehung zum internationalen Publikumserfolg. Erst jetzt erscheint erstmals die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript. Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.
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Jeder stirbt für sich allein / Kleiner Mann – was nun? / Wolf unter Wölfen

Drei Romane in einem E-Book

Author: Hans Fallada

Publisher: Aufbau Digital

ISBN: 3841215378

Category: Fiction

Page: 1300

View: 5276

Drei Klassiker von Hans Fallada in einem E-Book. Jeder stirbt für sich allein: Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindrückliche und berührende Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avanciert rund sechzig Jahre nach der Entstehung zum internationalen Publikumserfolg. Erst jetzt erscheint erstmals die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript. Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext. Kleiner Mann - was nun?: Der Weltbestseller erstmals so, wie Fallada ihn schrieb. Zu brisant, um so gedruckt zu werden: Von der Urfassung des Romans, der Hans Fallada am Vorabend der Machtergreifung der Nazis zum international gefeierten Erfolgsautor machte, wurde ein Viertel noch nie veröffentlicht. Der Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erwarten ein Kind. Kurz entschlossen heiratet das Paar, auch wenn das Geld immer knapper wird. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelnden Mannes in die Hand. In dieser rekonstruierten Urfassung führt ihr gemeinsamer Weg noch tiefer ins zeitgenössische Berlin, ins Nachtleben und in die von den „Roaring Twenties“ geprägten Subkulturen. Die politischen Probleme der damaligen Zeit werden so plastisch wie in wenigen anderen Texten. Wolf unter Wölfen: Der große Epochenroman. Auf dem Höhepunkt der Inflation: Drei ehemalige Soldaten versuchen im hektischen Berlin und auf dem Rittergut Neulohe trotz rasender Geldentwertung ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. – Hans Fallada hat den Roman über die Schrecken der Inflation geschrieben, eine epische Chronik jener dramatischen Zeit, in der viele ihr Glück suchten, aber nur wenige es fanden. »Eine raffinierte Reportage, bestechend in ihrer Schilderung menschlicher Abgründigkeiten.« Der Spiegel.
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Der Zeitgenosse Tod

jeder stirbt für sich allein ; das Leben und Sterben, um weiterzuleben

Author: Gabriele Wittek

Publisher: Verlag DAS WORT

ISBN: 3892011974

Category:

Page: 168

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Hans Fallada – Gesammelte Werke

Jeder stirbt für sich allein, Der Trinker, Wer einmal aus dem Blechnapf frisst, Ein Mann will nach oben, Kleiner Mann – was nun?, Der eiserne Gustav, Bauern, Bonzen und Bomben, Wolf unter Wölfen u.a.

Author: Hans Fallada

Publisher: Null Papier Verlag

ISBN: 3962813594

Category: Fiction

Page: 8851

View: 5712

Jeder stirbt für sich allein Der Trinker Wer einmal aus dem Blechnapf frisst Ein Mann will nach oben Kleiner Mann – was nun? Der eiserne Gustav Bauern, Bonzen und Bomben Wolf unter Wölfen Anton und Gerda Der Alpdruck Der junge Goedeschal Junger Herr - ganz groß (Oder: Der Jungherr von Strammin) Und plötzlich begreift Pinneberg alles, angesichts dieses Schupos, dieser ordentlichen Leute, dieser blanken Scheibe begreift er, dass er draußen ist, dass er hier nicht mehr hergehört, dass man ihn zu Recht wegjagt: ausgerutscht, versunken, erledigt. Ordnung und Sauberkeit: Es war einmal. Arbeit und sicheres Brot: Es war einmal. Vorwärtskommen und Hoffen: Es war einmal. Armut ist nicht nur Elend, Armut ist auch strafwürdig, Armut ist Makel, Armut heißt Verdacht. [aus »Kleiner Mann – Was nun?«] Null Papier Verlag www.null-papier.de
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Ein Mann will nach oben / Jeder stirbt für sich allein / Der Alpdruck

Drei Romane in einem E-Book

Author: Hans Fallada

Publisher: Aufbau Digital

ISBN: 3841215386

Category: Fiction

Page: 1300

View: 6743

Drei Klassiker von Hans Fallada in einem E-Book. Ein Mann will nach oben: »Eine Berliner Variante des amerikanischen Traums.« Berliner Zeitung Der Waisenjunge Karl Siebrecht will im Berlin der Zwischenkriegszeit Karriere machen. Er chauffiert verbotene Frachten und dunkle Gestalten durch die Stadt und wird zum Beobachter der Berliner Gesellschaft. – Rund zwei Jahrzehnte deutscher Geschichte erzählt dieser packende Roman über einen großen Lebenstraum und den Preis des Geldes. »Karl Siebrecht ist eine der schönsten Figuren, die Fallada je erfand.« Die Zeit Jeder stirbt für sich allein: Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindrückliche und berührende Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avanciert rund sechzig Jahre nach der Entstehung zum internationalen Publikumserfolg. Erst jetzt erscheint erstmals die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript. Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext. Der Alpdruck: Berlin, Stunde null. April 1945: Der Krieg ist vorbei, doch nachts verfolgen den Schriftsteller Dr. Doll Träume vom Bombentrichter, der ihn nicht freigibt. Er will etwas tun gegen den Alpdruck der Mitschuld, doch er kann es niemandem recht machen als Bürgermeister einer Kleinstadt, eingesetzt von der Roten Armee. Er stiehlt sich fort und flüchtet in den Drogenrausch. Im Chaos des zerbombten, nur auf dem Schwarzmarkt funktionierenden Berlin entgleitet ihm seine junge, morphiumsüchtige Frau, und er hat um zwei Leben zu kämpfen, als er zaghaft beginnt, wieder an eine Zukunft zu glauben. Ein fast vergessener Roman und ein tief bewegendes Zeugnis: Niemand hat die Monate des Zusammenbruchs 1945/46 so eindringlich geschildert wie der Autor von "Jeder stirbt für sich allein". Dieses Buch über die verworrene Zeit zwischen Krieg und Frieden, in der mecklenburgischen Provinz und ganz besonders in der für ihre historische Schuld abgestraften Stadt Berlin, ist in seiner dennoch menschlich warmen und zugleich lebensnahen Schilderung ein echter Fallada. Erst nachdem sich Fallada den "Alpdruck", die Geschichte des erkennbar eng aus seinem eigenen Erleben geschöpften Protagonisten Dr. Doll, von der Seele geschrieben hatte, konnte er sich der Arbeit an "Jeder stirbt für sich allein" stellen. „Der ‚Alpdruck‘ ist Symbol für das, was sich in Deutschland nach der Kapitulation abspielte.“ Der Tagesspiegel.
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Der Alpdruck

Roman

Author: Hans Fallada

Publisher: Aufbau Digital

ISBN: 3841202519

Category: Fiction

Page: 285

View: 1730

Berlin, Stunde null – ein bedeutender Fallada Ein fast vergessener Roman und ein tief bewegendes Zeugnis: Niemand hat die Monate des Zusammenbruchs 1945/46 so eindringlich geschildert wie der Autor von "Jeder stirbt für sich allein". Dieses Buch über die verworrene Zeit zwischen Krieg und Frieden, in der mecklenburgischen Provinz und ganz besonders in der für ihre historische Schuld abgestraften Stadt Berlin, ist in seiner dennoch menschlich warmen und zugleich lebensnahen Schilderung ein echter Fallada. April 1945: Der Krieg ist vorbei, doch nachts verfolgen den Schriftsteller Dr. Doll Träume vom Bombentrichter, der ihn nicht freigibt. Er will etwas tun gegen den Alpdruck der Mitschuld, doch er kann es niemandem recht machen als Bürgermeister einer Kleinstadt, eingesetzt von der Roten Armee. Er stiehlt sich fort und flüchtet in den Drogenrausch. Im Chaos des zerbombten, nur auf dem Schwarzmarkt funktionierenden Berlin entgleitet ihm seine junge, morphiumsüchtige Frau, und er hat um zwei Leben zu kämpfen, als er zaghaft beginnt, wieder an eine Zukunft zu glauben. Erst nachdem sich Fallada den Alpdruck, die Geschichte des erkennbar eng aus seinem eigenen Erleben geschöpften Protagonisten Dr. Doll, von der Seele geschrieben hatte, konnte er sich der Arbeit an "Jeder stirbt für sich allein" stellen. Mit einem Vorwort und Hintergrundmaterial. „Der ‚Alpdruck‘ ist Symbol für das, was sich in Deutschland nach der Kapitulation abspielte.“ Der Tagesspiegel „Ein Stück verdichtete Zeitgeschichte – fesselnd und lebendig geschrieben.“ Berliner Zeitung „Ein höchst ehrliches Buch, ein menschliches Dokument.“ Frankfurter Neue Presse „Meisterhaft sind die letzten Monate des Kriegserlebnisses geschildert.“ Zwiebelfisch
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Falladas letzter Roman

die wahre Geschichte

Author: Manfred Kuhnke

Publisher: N.A

ISBN: 9783941683105

Category: Literature and history

Page: 173

View: 3298

Seinen letzten Roman "Jeder stirbt für sich allein" hat der Autor Hans Fallada nach authentischen Ereignissen und auf der Grundlage von Gestapoakten geschrieben, die Johannes R. Becher ihm in der unmittelbaren Nachkriegszeit hat zukommen lassen. Manfred Kuhnke hat die wahre Geschichte hinter Falladas Roman, die zu Grunde liegenden Gestapoakten und das Schicksal der realen Personen Elise und Otto Hampel nicht losgelassen. Mit kriminalistischem Gespür erschloss er sich Fakten, befragte Zeitzeugen, verknüpfte alles mit unzähligen Details und setzte immer wieder Tatsachen zum literarischen Text ins Verhältnis. Entstanden ist diese akribisch recherchierte, spannende Geschichte um die Hampels und die Quangels - ein Stück deutscher Zeithistorie.
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Altes Herz geht auf die Reise

Roman

Author: Hans Fallada

Publisher: BoD – Books on Demand

ISBN: 3752860642

Category: Fiction

Page: 359

View: 3193

... Betreut wurde der Professor von der Witwe Müller, die hinten in der Küchenregion lautlos wirtschaftete, lautlos ihm das Essen hinstellte, an jedem Sonnabend ungefragt die frische Wäsche über den Stuhl legte und nie ein überflüssiges Wort sprach. Die beiden waren so ineinander eingelebt, daß sie oft viele Wochen nicht einmal miteinander sprachen. An jedem Morgen jedes Monatsletzten fand Professor Kittguß über seinen Schreibtischsessel gebreitet liegen: den Mantel, dazu den Hut und den Stock. Aus einer Lade hob er dann das Sparbuch, ging langsam durch die Straßen zu seiner Kasse, wartete bedächtig versonnen am Schalter, bis er angesprochen wurde, hob das - immer gleiche - Wirtschaftsgeld ab, ließ den Rest der Pension seinem Guthaben zuschreiben und ging langsam - jetzt schon wieder voll mit seiner Arbeit beschäftigt - nach Haus. Dort wartete bereits im Flur die Müllern - nahm Mantel, Hut, Stock und Wirtschaftsgeld wortlos entgegen, und Professor Kittguß setzte sich wieder für einen neuen Monat an seine geduldige, grüblerische Arbeit. ...
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Bauern, Bonzen und Bomben

Roman

Author: Hans Fallada

Publisher: Aufbau Digital

ISBN: 3841200826

Category: Fiction

Page: 656

View: 3106

»Die beste Schilderung der deutschen Kleinstadt.« Kurt Tucholsky Als aufgebrachte Bauern eine Viehpfändung vereiteln, gerät in einer norddeutschen Kleinstadt alles aus den Fugen. Intrigen und politische Ränke werden geschmiedet, dem Spiel um Geld und Macht kann keiner sich entziehen. – Mit diesem lebendigen, zutiefst menschlichen Roman entwirft Hans Fallada ein reiches Panorama des innenpolitischen Elends der Weimarer Republik. »Meine kleine Stadt steht für tausend andere und für jede große auch.« Hans Fallada
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Aktive Leserlenkung in "Jeder stirbt für sich allein" (Hans Fallada)

Author: Gabriela Augustin

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656305234

Category: Literary Criticism

Page: 14

View: 339

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Institut für Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Hans Fallada, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Arbeit konzentriert sich auf das erste Kapitel des Romans, in welchem es Fallada durch aktive Leserlenkung sehr früh gelingt, Sympathie sowie Antipathie einzelnen Figuren gegenüber beim Leser zu erzeugen. Das erste Kapitel legt erstaunlich viele wichtige Grundsteine für den folgenden Handlungsverlauf. Die bewusste Leserlenkung Falladas führt dazu, dass der Leser von Beginn an die Protagonisten grob in Helden und Bösewichte einteilt und ihr Verhalten bewertet. Die großen Helden dieses Romans, das Widerstand leistende Ehepaar Otto und Anna Quangel, sollen vorgestellt werden. Im Hinblick auf ihren Charakter und ihr Handeln wird aufgezeigt, was für eine Entwicklung vor allem Otto Quangel während des Romans durchläuft. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Analyse des Schreibstils Falladas und auf welche Weise dadurch bewusst die Aufmerksamkeit und auch die Bewertung einzelner Figuren des Leser beeinflusst wird.
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Der junge Goedeschal

Ein Pubertätsroman

Author: Hans Fallada

Publisher: Null Papier Verlag

ISBN: 396281356X

Category: Fiction

Page: 268

View: 485

Das Frühwerk Falladas Dieser von Fallada als Pubertätsroman bezeichnete Band war die erste ernst zu nehmende Veröffentlichung des Autors, zu der dieser aber zeitlebens ein zwiespältiges Verhältnis haben sollte. Aus Verärgerung lies er sogar Restbestände der ersten Auflage aufkaufen und einstampfen. Das Buch hatte keinen Erfolg und es wurden kaum Tausend Exemplare verkauft. Fallada schrieb seinen ersten Roman unter dem Eindruck der Begegnung mit Egmont und Anne Marie Seyerlen. Zu Anne Marie hatte er auch ein erotisches Verhältnis und er widmete ihr diesen Roman. In einer expressiven und sprunghaften Sprache schildert Fallada die pubertären Nöte des jungen Kai Goedeschal, eines Beamtensohnes der wilhelminischen Epoche, der mit seinen Gefühlen und Wünschen bei seiner Umwelt kein Verständnis erntet. Im Stuhle sitzend, das Gesicht in den Händen vergraben, während die Finger in den Haaren wühlten, musste er unvermittelt an seine Berliner Schulzeit denken, nun drei, vier Jahre zurück. Wieder sah er sich, Untertertianer, verschüchtert, scheu, kraftlos, ohne Gegenwehr, zitternd in der griechischen Stunde aufstehen, vortreten, irgendetwas deklinierend, was er eben noch gewusst und schon völlig vergessen hatte, stotternd, fehlerhaft, ohne jede Möglichkeit, seine Aufmerksamkeit der Arbeit zuzuwenden und die Bruchstücke des Gewussten wiederzufinden. Denn da waren die Augen der anderen, immerzu hingen sie an ihm, warteten, der Blick des Lehrers, den er seitlich in seinen Schläfen, brennend in den Augenhöhlen fühlte, wartete, er selbst, auch er wartete, bis dann das Schluchzen kam, die Tränen, die lieben Tränen, jede griechische Stunde, bei jeder Frage. Null Papier Verlag www.null-papier.de
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