Sich sorgen

Author: Ute Gerhard

Publisher: Böhlau Verlag Köln Weimar

ISBN: 9783412201241

Category: Geschlechterforschung

Page: 188

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Das Frauenbild in der französischen Literatur der Aufklärung

Author: Susan Dähmlow

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656248850

Category: Literary Criticism

Page: 20

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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Literatur, Note: 1,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Romanistik), Veranstaltung: Proseminar: "Französische Literatur der Aufklärung", Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem Mittelalter wird die Frau in literarischen Texten gemäß dem Idealbild der tugendhaften Jungfrau Maria als heilige, engelhafte Figur dargestellt. Andererseits ist sie als Eva der Schöpfungsgeschichte die Trägerin der Erbsünde und somit als lasterhaft und wenig intelligent verschrien. Sie ist dem Mann eine Dienerin und nie die ihm gleichberechtigte Partnerin. Die vorliegende Arbeit soll sich mit dem Frauenbild in der französischen Literatur der Aufklärung beschäftigen und untersuchen, ob das seit dem Mittelalter geprägte Bild der Frau weiterhin bestehen blieb oder sich zugunsten der Frau und deren Gleichberechtigung veränderte. Bedeutete die Infragestellung althergebrachter Dogmen im religiösen, politisch-sozialen sowie ökonomischen Bereich zugleich ein Überdenken der Rolle der Frau? Wirkte sich das neue égalité- und Toleranzdenken auch auf die Stellung der Frau innerhalb der Gesellschaft sowie auf deren Bild in der französischen Literatur aus? Brachte das Siècle des lumières, wie das Zeitalter der Aufklärung in Frankreich noch bezeichnet wird, auch ein Licht der Hoffnung für die Frauen mit sich? Zur Beantwortung all dieser Fragen richtet sich das Augenmerk zu Beginn der Arbeit auf die über Jahrhunderte währende Querelle des Femmes - den Streit um die Frauen -, deren Entwicklung bis zum 18. Jahrhundert, deren Entwicklung im 18. Jahrhundert sowie den dabei propagierten Weiblichkeitskonzepten in der französischen Literatur. Im Anschluss daran soll ein Weiblichkeitskonzept - das Frauenbild in den 1721 erschienenen Lettres persanes von Charles-Louis de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu - näher betrachtet werden. Ein Resümee wird abschließend die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit nochmals aufgreifen und versuchen, die im Vorwort aufgeworfenen Fragen zu beantworten.
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Freiheit, Gleichheit, Weiblichkeit

Aufklärung, Revolution und die Frauen in Europa

Author: Marieluise Christadler

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3322955575

Category: Social Science

Page: 176

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Schwarzbuch Feminismus

Vom Mythos der erreichten Gleichberechtigung

Author: Ursula Caberta

Publisher: Gütersloher Verlagshaus

ISBN: 3641083206

Category: Social Science

Page: 176

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Mogelpackung Feminismus? Was haben Alice & Co. wirklich erreicht? Leben wir heute in einer Gesellschaft, in der Mann und Frau gleichberechtigt sind? Ganz klar: Nein! Wir haben zwar eine Kanzlerin, Frauen erhalten selbstverständlich eine Berufsausbildung, stellen die Mehrzahl der Studierenden. Aber in den Führungsetagen der Wirtschaft sind sie kaum zu finden, verdienen bei gleicher Qualifikation weniger als ihre männlichen Kollegen und haben schwer an der Doppelbelastung durch Familie und Beruf zu tragen. Ursula Caberta unterzieht die Erfolge von Alice Schwarzer & Co. einer kritischen Analyse – mit entlarvendem Ergebnis. Mit scharfer Feder zeichnet sie ein schonungsloses Bild der aktuellen Situation von Frauen in unserer postmodernen Gesellschaft. Herausfordernd fragt sie: Wo bitte bleibt die »moderne« Feministin? Auf der vergeblichen Suche nach den Erfolgen des Feminismus Gescheiterte Heldinnen – eine schonungslose Analyse der Frauenbewegung Die große Illusion der Gleichberechtigung – bissig entlarvt
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Die Bedeutung der Erwerbstätigkeit in den Frauenbewegungen

Die erste und zweite Frauenbewegung im Vergleich

Author: Elisa Jendrusch

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656154627

Category:

Page: 92

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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Allgemeines, Note: 2,3, Universitat Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Linnhoff merkt in ihrer Arbeit an, dass sich Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen wie ein roter Faden durch die Geschichte" ziehen. So fingen am Ende des 18.Jahrhunderts Frauen allmahlich an sich gegen ihre geschlechtsbedingte Benachteiligungen aufzulehnen. Die wichtigsten Anstosse erhielten sie von der Franzosischen Revolution und durch die Aufbruchsstimmung der europaischen Revolution 1848/49. Die Frauenbewegung in Europa war grosstenteils bis Anfang des 20. Jahrhunderts kampferisch und wollte die rechtliche sowie politische Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen. Sowohl die erste deutsche Frauenbewegung im 19. Jahrhundert als auch die zweite, welche knapp ein Jahrhundert spater entstand, bezogen ihre Forderungen und Initiativen auf viele Lebensbereiche wie die Bildungs- und Wohlfahrtspolitik oder die Jugendarbeit. Aber auch die Erwerbstatigkeit der Frau verkorperte eine wichtige Thematik in beiden Bewegungen: Am Ende der 1980er Jahre gab es kaum eine Frau, die sich nicht in einer Weise mit dem Gedanken an die Beruftatigkeit befasste. Es muss allerdings beachtet werden, dass die Frauenbewegungen und ihre Interessen nicht fur alle Frauen sprechen. Denn es gab auch Frauen, die das bestehende gesellschaftliche Bild unterstutzten und sich gegen die sogenannte Emanzipation richteten. Die zunehmende weibliche Bildungsbeteiligung und Erwerbstatigkeit hatte namlich gleichzeitig in allen Alters- und Familienstandsgruppen die traditionellen Vorstellungen einer naturlichen Funktionsteilung" immer weiter durchlochert. Die weibliche Individualisierung fuhrte ausserdem uber die ausserhausliche weibliche Erwerbtatigkeit nach Ansichten von Kritikern zur Auflosung der Familie. Doch was wird unter Erwerbstatigkeit verstanden? Das Statistische Bundesamt definiert sie im Rahmen von volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen folg
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Die Frau als Kulturschöpferin

zehn biographische Essays

Author: Katharina Kaminski

Publisher: Königshausen & Neumann

ISBN: 9783826018459

Category: Women and literature

Page: 235

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Zwischen Verklärung und Verführung

Die Frau in der französischen Plakatkunst des späten 19. Jahrhunderts

Author: Barbara Martin

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839430771

Category: Art

Page: 450

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Ende des 19. Jahrhunderts avancierten Plakate von Frankreich ausgehend von bloßer Werbung zu einer veritablen Kunstform. Als Blickfang dienten vor allem Frauenfiguren - von der verklärten Idealgestalt bis hin zur verführerischen Lebedame. Anhand der zentralen Werbestereotype der damaligen Zeit erläutert Barbara Martin, welche Vorstellungen von Weiblichkeit den Darstellungen zugrunde liegen und wie Plakate das Rollenbild der Frau in der Gesellschaft spiegelten und zugleich veränderten. Untersucht werden Werke von Jules Chéret bis Théophile-Alexandre Steinlen, von Alfons Mucha bis Henri de Toulouse-Lautrec.
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Frankreichs Kultur

Tradition und Revolte. Von der Klassik bis zum Surrealismus

Author: Walter Mönch

Publisher: Walter de Gruyter

ISBN: 3110834898

Category: History

Page: 842

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Männlich und weiblich schuf Er sie

Studien zur Genderkonstruktion und zum Eherecht in den Mittelmeerreligionen

Author: Christian Boudignon

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

ISBN: 3525540094

Category: Religion

Page: 432

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English summary: God created man male and female (Gen 1: 27). In this volume, scholars of eight European countries and around the Mediterranean specialized in different fields of research such as Bible, Christian Theology, Jewish Studies, Islamic Studies, Church History, Religious Law, Comparative Religious Studies, Jewish Philosophy and Hebrew Literature explore the reception history of this basic expression of biblical anthropology as mirrored in the New Testament, the Talmud, the Quran and cabbalistic literature. Taking into account the changing juridical and social contexts in which gender was constructed and interpreted from the Jesus movement in the New Testament to late-Antique monasticism, from Medieval Jewish law on slavery to contemporary discussions on gender equality in Israel, from traditional Islamic clothing habits to modern attempts of reinterpreting the sharia law on apostasy, they focus on the repercussions of this Biblical concept on matrimonial law. German text. German description: Gott schuf den Menschen mannlich und weiblich (Gen 1,27). Religionswissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus acht Landern der Europaischen Union und rings um das Mittelmeer gehen der Wirkungsgeschichte dieser Juden, Christen und Muslimen gemeinsamen Vorstellung nach. Die Aufsatze behandeln die Auslegung und Wirkungsgeschichte dieser Vorstellung in den heiligen Schriften der drei Religionen - von der Hebraischen Bibel uber das Neue Testament, den Talmud und Koran bis zum kabbalistischen Schrifttum - sowie in den religiosen und ausserreligiosen Rechtstraditionen, der Halacha, der Scharia, dem Kirchenrecht sowie dem Codex Theodosianus und Justinianus. An markanten Beispielen wie etwa dem spatantiken Monchtum, der Sklavengesetzgebung nach judischen Texten der Kairenser Genisa, der Heiratspolitik der Mamluken in Agypten, der islamischen Kleidungsvorschriften oder dem fruhen christlichen Feminismus werden einige rechtliche und soziale Kontexte dieser Auslegung und die ihr entsprechende Praxis vorgestellt. Es stellt sich heraus, dass die Frauen- und Mannerbilder uberraschende inhaltliche und formale Ubereinstimmungen und Parallelen, zugleich aber auch Divergenzen aufweisen, die vor allem mit den Wandlungsprozessen zusammenhangen, die Judentum, Christentum und Islam im Laufe ihrer Geschichte durchlaufen haben. Das letzte Kapitel des Bandes versammelt Beitrage zu diesen Transformationen der Genderkonstruktion und zum religiosen Eherecht.
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Neonazis in Nadelstreifen

Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft

Author: Andreas Speit,Andrea Röpke

Publisher: Ch. Links Verlag

ISBN: 3862840069

Category: Political Science

Page: 200

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In den letzten Jahren konnte die NPD nicht nur Wahlerfolge verbuchen. Im Schulterschluss mit den Freien Kameradschaften ist es ihr auch gelungen, vielerorts eine rechte Alltagskultur zu etablieren. Der Grund für den Erfolg ist ein politischer Strategiewechsel, mit dem sich die Partei ein neues Image zu geben versucht: Sie greift soziale Ängste und regionale Probleme auf, und ihre Mitglieder engagieren sich in Vereinen, Elterngruppen und ehrenamtlichen Initiativen, um die NPD auf kommunaler Ebene stärker zu verankern. Doch auch im Gewand des Biedermannes werden die alten völkischen Botschaften verbreitet, und die Zahl rechtsextremer Gewalttaten nimmt zu. Die Autoren dieses Buches analysieren die ideologische Neuausrichtung und die Wahlkampfstrategien der NPD, untersuchen ihre Finanzquellen, schildern die Aktivitäten der nationalen Frauen und der Heimattreuen Deutschen Jugend sowie das Vordringen der Partei in die Rechtsrockszene.
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Die Radikalität des Alters

Einsichten einer Psychoanalytikerin

Author: Margarete Mitscherlich-Nielsen

Publisher: S. Fischer Verlag

ISBN: 3104009031

Category: Family & Relationships

Page: 272

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Mit über neunzig Jahren wendet sich Margarete Mitscherlich, die Grande Dame der deutschen Psychoanalyse, die unermüdliche Aufklärerin, mit großer Entschiedenheit nochmals den großen Fragen ihres Lebens zu: Dem Vergessen und Verdrängen und der Unfähigkeit der Deutschen zu trauern; der Emanzipation im weitesten Sinne, also der Befreiung von Denkeinschränkungen, Vorurteilen, Ideologien, aber auch im engeren Sinne der Emanzipation der Frau und ihrer Stellung in der Gesellschaft; den Geschlechterrollen, männlichen und weiblichen Werten. Zugleich reflektiert Margarete Mitscherlich das Älter- und Altwerden und beschreibt mit großer Offenheit, wie es ihre Sicht auf die Dinge prägt. In einem sehr persönlichen Stück beschreibt sie schließlich mit dem geschulten Blick der Psychoanalytikerin ihr Leben und Lebenswerk. Ein bewegendes Zeugnis lebendiger Zeitgeschichte.
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Strategien der Ausgrenzung. Exkludierende Effekte staatlicher Politik und alltäglicher Praktiken in Bildung und Gesellschaft

Author: Norbert Wenning,Martin Spetsmann-Kunkel,Susanne Winnerling

Publisher: Waxmann Verlag

ISBN: 9783830974161

Category: Education

Page: 209

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Ausgrenzung wird in modernen Gesellschaften als soziale Handlung sowie als sozialer Zustand negativ bewertet. Fehlende Integration und mangelnde Teilhabe werden überall festgestellt und anhaltend beklagt. Zugleich hat sich in den meisten westlichen Staaten seit einigen Jahren ein neues Regime im Umgang mit sozialer Ungleichheit etabliert. Zu diesem gehören unter anderem eine verschärfte Kontrolle und die Kriminalisierung von Ausgegrenzten bzw. von Auszugrenzenden. Die Beiträge dieses Bandes thematisieren wenig beachtete, den offiziellen politischen und gesellschaftsbezogenen Äußerungen zuwiderlaufenden Prozesse. Hier werden sie als Strategien der Ausgrenzung verstanden. Aus der Perspektive soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Analysen befassen sich die Autorinnen und Autoren mit sehr unterschiedlichen – mehr oder weniger versteckten – Formen sozialer Ausgrenzung.
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Teilnahme an Weiterbildung in der Migrationsgesellschaft

Perspektiven deutscher Frauen mit »Migrationshintergrund«

Author: Alisha M.B. Heinemann

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839427185

Category: Education

Page: 328

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Mit dem demographischen Wandel steigt aktuell der Anteil von Personen mit einem sogenannten Migrationshintergrund in den nachwachsenden Generationen. Folglich nehmen auch die Ansprache neuer Zielgruppen als reguläre Weiterbildungsteilnehmende und deren Zugangsmöglichkeiten zu Weiterbildungseinrichtungen weiter an Bedeutung zu. Alisha M.B. Heinemann untersucht Perspektiven und Weiterbildungsteilnahmegründe der heterogenen Gruppe von deutschen Frauen mit einem sogenannten Migrationshintergrund. Die differenzierte rassismuskritische Analyse öffnet neue Zugänge und Perspektiven in der Erwachsenenbildungsforschung und präsentiert Hintergrundwissen für die Weiterbildungspraxis.
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Frauenfiguren in der Literatur der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Author: Sophie Venske

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638145697

Category: Literary Criticism

Page: 24

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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2.7, Ludwig-Maximilians-Universität München (Deutsche Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar: Deutsche Komödien von Lessing bis Hofmannsthal, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, die Darstellung der Frauenfiguren in den Komödien der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu untersuchen. Bei der Untersuchung stellten sich folgende Fragen: Welches Bild der Weiblichkeit wird in den deutschen Komödien dargestellt? Welche besonderen Merkmale weisen die unterschiedlichen Frauentypen auf? Welche Parallelen lassen sich zwischen den untersuchten weiblichen Charakteren ziehen? Gibt es auffällige Unterschiede in der Darstellung in den verschiedenen Epochen? In den Dramen „Minna von Barnhelm“, „Die Soldaten“, „Der zerbrochne Krug“ handelt es sich ausschliesslich um Frauenfiguren männlicher Schöpfung, daher stellt sich die Frage, ob das Bild der Frauen eine Form männlicher Wunsch-/Ideologieproduktion darstellt, bzw. ob die Frauenfiguren männliche Ängste/Wünsche wiederspiegeln. Die untersuchten Werke entstanden in einem Zeitraum, – beginnend mit der französischen Revolution im Jahre 1789 bis hin zur Märzrevolution 1848 – in dem in ganz Europa weitreichende Veränderungen eingetreten sind. Da diese auch starken Einfluss aus das kulturelle Leben und die Stellung der Frau in der Gesellschaft hatten, wird im ersten Teil der Arbeit zunächst der sozial-politische Hintergrund zusammengefasst. Im weiteren Verlauf der Untersuchung wird zum einen auf die gesamtgesellschaftliche Rolle der Frau von der Zeit der Aufklärung, über den Sturm und Drang bis hin zur Romantik eingegangen, zum anderen die Darstellung der Frau in der oben genannten Literatur untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Lustspiel „Minna von Barnhelm“ von Lessing, da hier ein signifikantes Frauenbild entwickelt wurde, dass für viele spätere Dramen richtungsweisend war und als Vorlage für nachfolgende Frauenfiguren diente. Als Annäherung an diese Thematik findet auch die Figur der Lisette Beachtung, da ihre Darstellung bereits in frühen Komödien von Lessing eine Entwicklung hin zur emanzipierten und aufgeklärten Frauenfigur andeutet. Um eventuelle epochale Unterschiede zur Diskussion zu stellen, werden die Marie aus „Die Soldaten“ von dem Autor des Sturm und Drangs Jakob Michael Reinhold Lenz, und die Lena aus „Leonce und Lena“ von Georg Büchner kurz vorgestellt. [...]
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Wunderbares Erzählen

die Feenmärchen der Marie-Catherine d'Aulnoy

Author: Roswitha Böhm

Publisher: Wallstein Verlag

ISBN: 9783892446828

Category:

Page: 294

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Emanzipation oder Kapitulation? Bürgerliche Frauen in Deutschland im 19. Jahrhundert

Author: Katja Beitat

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 363816179X

Category: Political Science

Page: 20

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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 1.3, Universität Leipzig (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Demokratie - Staat - Sozialordnung, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 19. Jahrhundert in Deutschland wird in der Literatur als das bürgerliche bezeichnet. Es schwankte zwischen Einengung und dem Festhalten an feudalen Werten einerseits und dem Aufbruch aus diesen verfestigten und überholten System andererseits. Aber welche Rolle spielten die Frauen in diesem Aufbruch? Waren sie eine der treibenden Kräfte oder ist die zunehmende Emanzipation der Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert eher eine Nebenerscheinung des allgemeinen bürgerlichen Erstarkens und damit verbunden der idealen bürgerlichen Werte? In diesem Kontext sollen in der folgenden Arbeit drei wesentliche Punkte betrachtet werden Zum einen soll die Stellung der Frau sowohl in rechtlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht untersucht werden. Gerade hier scheint ein fundamentaler Widerspruch zwischen dem bürgerlichem Ideal des freien, emanzipierten Individuum, wie es in der französischen Revolution auch proklamiert wurde, und der sozial-gesellschaftlichen Praxis im Deutschland des 19. Jahrhunderts zu existieren. Darauf aufbauend soll speziell auf die Rolle der Ehre eingegangen werden, welcher damals höchsten gesellschaftlichen Stellenwert genoss. Gerade die Ehre war der Frauen und insbesondere der bürgerlichen beinahe einziges Kapital. Ein Verlust brachte nicht nur gesellschaftliche Ächtung, sondern oftmals auch eine Bedrohung jeglicher Lebensgrundlagen mit sich. Im dritten Teil soll der scheinbare Ausbruch aus dem System, verkörpert durch die bürgerliche Frauenbewegung ab 1848, skizziert werden. Es soll der Frage nachgegangen werden, ob es den Frauen wirklich um eine Gleichstellung und Gleichbehandlung nach bürgerlichem Ideal ging oder ob die Frauenbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts nicht doch innerhalb der bereits existierenden gesellschaftlichen Struktur und damit in der klassischen Rollenverteilung zwischen Mann und Frau verblieb. Betont sei an diese Stelle, dass der Fokus dieser Arbeit auf der Stellung der Bürgerlichen Frau und damit ebenso auf den Anfängen der bürgerlichen Frauenbewegung liegt. Die proletarische Frauenbewegung soll mit Rücksicht auf die hier verfolgte, spezielle Fragestellung weitgehend ausgeklammert bleiben. Um das umfassende Gebiet zu strukturieren, soll anhand der im folgenden vorgestellten Leitfragen das Thema bearbeitet werden.
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Das Europa der Könige

Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts

Author: Leonhard Horowski

Publisher: Rowohlt Verlag GmbH

ISBN: 3644043418

Category: History

Page: 1120

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Als Europas Herrscher eine große Familie waren – das schwungvoll erzählte Panorama einer Zeit, die sich uns faszinierend fremd und doch seltsam vertraut darstellt. Ein eigenartiger Kontinent ist das Europa der Könige: Hier kann ein König von England, der kein Englisch spricht, auf die Idee kommen, die Pläne eines kein Spanisch sprechenden Königs von Spanien zu durchkreuzen, indem er dem kein Polnisch sprechenden König von Polen anbietet, König von Sizilien zu werden. Hier residiert die Macht in überfüllten Schlössern, deren Höflingsbewohner sich den ganzen Winter über um das Recht streiten, in Gegenwart der Königin auf einem Hocker sitzen zu dürfen, bevor sie im Sommer losziehen, um an der Spitze knallbunt uniformierter Truppen direkt in das Musketenfeuer der Kriegsgegner hineinzumarschieren. Hier lebt eine Gesellschaft, in der ein Edelmann, der erst mit dreiundzwanzig Jahren feststellt, keinen Vornamen zu haben, weniger auffällt als einer, der seine Frau mit ihrem Vornamen anredet. Hier schart sich der höfische Adel um Herrscher, die in einem dichten Netz aus diplomatischen Beziehungen, Intrigen und Verschwörungen gefangen sind: Nationalität und Ideologie sind ihnen nichts, die eigene Dynastie dagegen alles. Leonhard Horowski führt uns kenntnisreich und unterhaltsam durch untergegangene Welten, deren Bewohner er auf die Schlachtfelder des Krieges wie auf die der Heiratspolitik begleitet; er folgt Edelleuten und Prinzessinnen durch labyrinthische Palastkorridore und sieht zu, wie mit Duellen und Zeremonien Politik gemacht wurde. Er zeichnet ein schillerndes Porträt des Adels in jener Epoche, als er noch keine natürlichen Feinde kannte – im Europa der Könige, das an sich und seinem dynastischen Denken schließlich gescheitert ist.
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