Zu Pierre Bourdieus "Die feinen Unterschiede" (La distinction)

Author: Katharina Plottke

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638475891

Category: Education

Page: 12

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 1,0, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Kritische-emanzipatorische Pädagogik, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „In seinem wohl bekanntesten Buch La distinction (1979, dt. Die feinen Unterschiede, 1982) analysiert Bourdieu wie Gewohnheiten, Freizeitbeschäftigungen, und Schönheitsideale dazu benutzt werden, das Klassenbewusstsein auszudrücken und zu reproduzieren. An zahlreichen Beispielen zeigt Bourdieu, wie sich Gruppen auf subtile Weise durch die feinen Unterschiede in Konsum und Gestus von der jeweils niedrigeren Klasse abgrenzen.“ Bourdieu wies das unbekannte Ausmaß von sozialen Unterschieden, die Abhängigkeit der Klassenzugehörigkeit nach und belegte dies durch Fotos und Statistiken. Die zentrale These besagt, dass es eine Korrespondenz zwischen dem Raum der sozialen Positionen und den Lebensstilen, Lebensweisen und dem Geschmack gibt. Demnach sind alle Lebensäußerungen wie Essen, Kleidung, Wohnung, Sport, Liebe, Religion abhängig von der sozialen Zugehörigkeit und jede Veränderung im sozialen Raum spiegelt sich dann auch im veränderten Geschmack bzw. Lebensstil wieder . Bourdieu möchte mit seiner These die herkömmliche Vorstellung von Klassen außer Kraft setzen. Es soll gezeigt werden, dass zwischen der Position des Einzelnen und seinem Lebensstil ein Zusammenhang besteht. Das bedeutet jedoch nicht, dass wenn man weiß, wo derjenige im sozialen Raum steht, man auch gleichzeitig seinen Geschmack kennt. Es besteht also kein mechanischer Zusammenhang, keine direkte Beziehung.
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Soziologie des Essens - Die feinen Unterschiede

Hat der kulturtheoretische Ansatz Bourdieus Erklärungskraft für das heutige Ernährungsverhalten?

Author: Stephanie Junk

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640636368

Category:

Page: 92

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Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,0, Universitat Trier, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Art und Weise, wie Menschen sich ernahren, ist eng mit anderen Aspekten ihrer Lebensfuhrung verknupft. Fur den Ethnologen Claude Levi-Strauss wird die Gesamtheit der gesellschaftlichen Strukturen mit der Nahrung auf unbewusste Weise weitergegeben. Inzwischen kann man auch aufgrund einer Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen davon ausgehen, dass das Ernahrungsverhalten und die soziale Lage von Personen in enger Beziehung zueinander stehen. Doch wie lasst sich dieser Zusammenhang erklaren? Pierre Bourdieus kulturwissenschaftliche Gesellschaftstheorie Die feinen Unterschiede," in der die Geschmackswahl durch tief verwurzelte, erlernte Praferenzen erklart wird, kann als starting point for many debates" betrachtet werden. Sie bietet eine theoretische Grundlage, um die Ursachen fur die Unterschiede im Ernahrungsverhalten verstandlich zu machen. In der folgenden Arbeit soll geklart werden, ob der Bourdieusche kulturtheoretische Ansatz insbesondere fur das Ernahrungsverhalten in unserer heutigen modernen Wohlstandgesellschaft noch relevant ist. Dabei wird anhand einzelner, auch von Bourdieu erwahnter wichtiger soziookonomischer Variablen, namlich Alter, Geschlecht und soziale Klasse, beleuchtet, inwiefern diese fur die Ernahrung von Bedeutung sind. Ein moglicher Zusammenhang wird anhand theoretischer Bezuge zu Bourdieu uberpruft. Zunachst wird das Werk Bourdieus, Die feinen Unterschiede," in seinem theoretischen sowie empirischen Gehalt dargestellt. Auf die empirischen Ergebnisse Bourdieus wird v. a. was die Resultate zur Ernahrung angeht, Bezug genommen. Das darauf folgende Kapitel beschaftigt sich mit der Einordnung des wissenschaftlichen Forschungsfeldes der Ernahrung und einiger zentraler gesellschaftlicher sowie sozialer Entwicklungen in diesem Bereich, die einen vertieften Blick auf das Ernahrungsverhalten
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Grenzenlos guter Geschmack

Die feinen Unterschiede des Musikhörens

Author: Oliver Berli

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839427363

Category: Social Science

Page: 300

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Ein breit aufgestellter Musikgeschmack gilt heute für viele als Ausweis kultureller Offenheit. Die Kombination von Vorlieben für unterschiedliche Musikstile wie beispielsweise Klassik, Indie und HipHop mit der dazugehörigen Absage an Kultursnobismus bedeutet aber noch nicht, dass symbolische und soziale Abgrenzungen generell an Bedeutung verlieren. Oliver Berli rekonstruiert im Anschluss an Bourdieu die Prozesse und Formen des Ordnens und Wertens von Musik sowie des Abgrenzens mittels Musik. In Auseinandersetzungen mit empirischen Daten schlägt er eine Modifikation bestehender soziologischer Deutungen vor und untersucht »grenzüberschreitenden Musikgeschmack« auf seine Grenzen hin.
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"Die feinen Unterschiede" in der Sprache

zum Verhältnis von Spracheinstellung und Habitus am Beispiel von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum

Author: Jörg Kohlscheen

Publisher: N.A

ISBN: 9783836455923

Category:

Page: 101

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Schulzes Modell der Erlebnisgesellschaft und Bourdieus 'Die feinen Unterschiede'! -eine Gegenüberstellung der beiden Theorien

Author: Christina Hilker

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638256146

Category: Education

Page: 21

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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 1,3, Ruhr-Universität Bochum (Institut für Pädagogik), Veranstaltung: Zeitdiagnose und Erwachsenenbildung Informations-, Wissens-, Netzwerk- und andere Gesellschaftsdiagnosen im Vergleich, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema meiner Hausarbeit bezieht sich auf zwei Theorien, wovon eine in unserem Seminar „Zeitdiagnose und Erwachsenenbildung“ thematisiert wurde. Die „Erlebnisgesellschaft“ von Gerhard Schulze war neben anderen Gesellschaftsbildern wie z.B. der Risikogesellschaft von Beck oder der Wissensgesellschaft, eine weitere Zeitdiagnose, die wir genauer betrachteten. Das Werk von Bourdieu, „Die feinen Unterschiede“ kam nur am Rande in der Literatur zur Sprache, steht aber, wie ich bei meiner Erarbeitung des Referats über die „Erlebnisgesellschaft“ feststellte, in einem engen Zusammenhang zu Schulzes Studie. Deshalb möchte ich als Ausarbeitung des Referats in dieser Hausarbeit den Vergleich zwischen diesen beiden Theorien erarbeiten und kurz das Leben der beiden Theoretiker beleuchten. Im Anschluss an den Vergleich werde ich dann noch kurz auf den Aspekt der Erlebnisgesellschaft als Zeitdiagnose in Verbindung mit der Erwachsenenbildung eingehen. Im Mittelpunkt sollen allerdings die Hauptaspekte der beiden Theorien und ein kurzer Vergleich stehen. Als Primärliteratur dienen mir die beiden Hauptwerke der Theoretiker Schulze („Die Erlebnisgesellschaft“) und Bourdieu („Die feinen Unterschiede“). Zusätzliche Informationen -insbesondere über die Lebensläufe- und die Bildquellen, stammen aus dem Internet und aus soziologischen Fachbüchern.
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Arbeit, Freizeit, Reisen

Author: Christiane Cantauw-Groschek,Deutsche Gesellschaft für Volkskunde, Arbeitstagung, Christiane Cantauw-Groschek, Kommission Tourismusforschung

Publisher: Waxmann Verlag

ISBN: 9783830953029

Category:

Page: N.A

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Die "Feinen Unterschiede" - Eine Bilanz des Lebensstilkonzepts

Author: Werner Georg

Publisher: Springer VS

ISBN: 9783531160733

Category: Social Science

Page: 200

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Das Buch zielt auf eine Bilanz des Lebenstilkonzeptes ab. Zentrale theoretische und empirische Diskutanten zeichnen die wichtigsten Fortschritte wie die noch offenen Punkte nach und zeigen Wege für die zukünftige Forschung auf.
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Diasporas - Die feinen Unterschiede

Der Versuch einer ersten Diversifizierung

Author: Patricia Piberger

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638000834

Category: Social Science

Page: 29

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,0, Freie Universität Berlin (Institut für Ethnologie), Veranstaltung: Gender und Migration in Deutschland, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieser Arbeit stellt einen ersten Versuch der Diversifizierung der Kategorie Diaspora dar. D.h. es soll durch das Aufzeigen von Labour, Trade und Imperial Diasporas das gängige Paradigma der Victim Disapora durchbrochen werden. Daher werden nach einem theoretischen Teil, die eizelnen Kategorien an jeweils einem Beispiel abgearbeitet.
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Die Gegenüberdarstellung von Schulzes "Erlebnisgesellschaft" und Bordieus Theorie "Die feinen Unterschiede"

Author: Annika Oppers

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3668493766

Category: Social Science

Page: 17

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Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist es die Unterschiede und Überschneidungen der Konzepte von Bourdieu und Schulze zu veranschaulichen. Daher werden zunächst die wichtigsten Aspekte beider Werke in Kürze präsentiert sowie kritisiert. Der Fokus dieser Arbeit liegt anschließend auf dem Vergleich beider Konzepte, um darauf aufbauend im Fazit die Leitfrage beantworten zu können, inwiefern Schulzes „Die Erlebnisgesellschaft“ einen Gegenentwurf zu Bourdieus "Die feinen Unterschiede“ darstellt. Die Lebensstilforschung scheint in den letzten Jahren zu einer der populärsten Forschungseinrichtungen der Soziologie geworden zu sein. Sie entwickelte sich in den 1980er Jahren, aufgrund wahrgenommener Defizite in den vorherrschenden Klassen- und Schichtkonzepten, die die gesellschaftlichen Strukturen bis dato zu erklären versuchten. Ein großer Kritikpunkt war hierbei die schwindende Erklärungskraft dieser Konzepte, aufgrund von veralteten Annahmen und Ignoranz neuer sozialer Ungleichheiten. Anders als vorherige Konzepte fragt die Lebensstilforschung nach dem Zusammenhang zwischen objektiven Lagemerkmalen und subjektiven Lebensweisen. Bis in die 1970er Jahre wurde dies meist nur durch sozioökonomische Lagebedingungen versucht, die sich aufgrund der Bildung, der beruflichen Stellung und dem damit einhergehenden Einkommen ergaben. Seit den 1980er Jahren gewinnen aber auch soziokulturelle Bedingungen zur Bestimmung der sozialen Differenzierung mehr und mehr an Bedeutung. Einer der Pioniere der Lebensstilforschung war unter anderen Pierre Bourdieu mit seinem Werk „Die feinen Unterschiede“. Mit seiner Struktur-Habitus-Praxis Formel versuchte er die differenzierten Lebensstile einer Gesellschaft aufgrund von klassenspezifischen Unter-schieden zu erklären und so auch die Konstitution und Reproduktion sozialen Lebens zu verstehen. Zeitgleich wurden jedoch auch Begriffe, wie „Individualisierung“ und „Entstrukturierung“ in der Lebensstilforschung populär, bei denen von einer Pluralisierung der Lebensstile aufgrund von Entkopplungsprozessen subjektiver Lebensweisen von sozioökonomischen Bedingungen ausgegangen wird. Gerhard Schulzes „Die Erlebnisgesellschaft“ knüpft an diese Gedanken an und gilt daher als Gegenpol zur Bourdieuschen Theorie.
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Habitus und der Soziale Raum in Pierre Bourdieus "Die feinen Unterschiede"

Author: Fabian Böer

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638159469

Category: Social Science

Page: 21

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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten, Note: sehr gut, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Institut für Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Diplomvorprüfung, Sprache: Deutsch, Abstract: "Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut. So geht es fort, man möchte rasend werden! Der Luft, dem Wasser, wie der Erden Entwinden tausend Keime sich, Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten! Hätt′ ich mir nicht die Flamme vorbehalten: Ich hätte nichts Apart′s für mich." Mephisto aus Goethes "Faust" beschreibt hier das Leben, das trotz all seiner (Mephistos) Unternehmungen, es zu vernichten, immer Wege findet, sich neu zu erschaffen. Für einen Vergleich mit Pierre Bourdieus Vorstellungen vom sozialen Raum ist sicherlich etwas Fantasie notwendig, ein Versuch soll dennoch gemacht werden: Das immer neu zirkulierende frische Blut, das Leben also, dem der Teufel aus "Faust" das Ende machen will, ähnelt den immer neu zirkulierenden Produkten des Kunstmarktes, die, anfänglich immer von der herrschenden Klasse für sich beansprucht, doch ihren Weg zu den Massen finden. Aber auch der Drang der Massen im sozialen Raum nach "oben" findet hier eine passende Beschreibung. Zweifellos ist niemandem daran gelegen, den, der unter ihm steht, zu vernichten; einem Stillstand sozialer und kultureller Bewegungen und somit Machterhalt ständen aber einige nicht abgeneigt gegenüber. Mephistos Streben nach Distinguiertheit, das ein Indiz für seine Zugehörigkeit zu der herrschenden Klasse ist (wenn man Mephisto nicht zugestehen will, dass er über der Menschheit allgemein steht), kommt besonders in den letzten beiden Zeilen des Zitats zum Vorschein: Behält sich der Faust-Charakter in der fiktiven Welt die Flammen vor, um etwas "Apart′s" für sich zu haben, so sind es in der französischen Gesellschaft (und nicht nur da), die in "Die feinen Unterschiede" des Soziologen Bourdieu untersucht wird, in allen Bereichen des täglichen Lebens bestimmte Verhaltensweisen, die nur denen, "die oben stehen", zu eigen sind.
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Zur sozialen Logik literarischer Produktion

die Bildungskritik im Frühwerk von Thomas Mann, Heinrich Mann und Hermann Hesse als Kampf um symbolische Macht

Author: Katrin Marquardt

Publisher: Königshausen & Neumann

ISBN: 9783826012532

Category: Authors

Page: 340

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Kultur für alle oder Produktion der "feinen Unterschiede"?

wozu kulturelle Bildung dient ; [Dokumentation der Tagung "Kultur für Alle oder Produktion der "Feinen Unterschiede"? Wozu Kulturelle Bildung Dient" der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel vom 27. bis 28. Oktober 2011]

Author: Karl Ermert

Publisher: BoD – Books on Demand

ISBN: 3929622556

Category: Cultural policy

Page: 172

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Die feinen Unterschiede

Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft

Author: Pierre Bourdieu

Publisher: N.A

ISBN: 9783518576250

Category: Aesthetics, French

Page: 877

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Die Analyse des kulturellen Konsums ist für alle von Interesse, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefassten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen. Der Reiz und das Verdienst des Buches liegen darin, dass der Autor immer im Kontakt zum konkreten Alltag bleibt. Die Lektüre der Feinen Unterschiede wird ein spannender Selbsterfahrungsprozess.
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Grundlagen der Wirtschaftssoziologie

Author: Richard Swedberg

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 9783531158709

Category: Social Science

Page: 384

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In ‚Principles of Economic Sociology’ skizziert Richard Swedberg, einer der Wegbereiter der neuen Wirtschaftssoziologie, die Konturen dieser vielversprechenden, in den 1980er Jahren (wieder) entdeckten Forschungstradition und eröffnet so wertvolle Einsichten in eine Soziologie der Wirtschaft. Das in den USA 2004 erschienene Werk, das nun auch in deutscher Sprache vorliegt, ist der ambitionierte Versuch, die noch junge, soziologische Analyseform auf Augenhöhe mit der neoklassischen Ökonomik, der Spieltheorie und auch der ökonomischen Verhaltensforschung zu positionieren und neue, soziologische Einsichten in das Wirtschaftsgeschehen zu eröffnen. Mit großer Leidenschaft und dem notwendigen Augenmaß führt Richard Swedberg, der exklusive Kenner der soziologischen wie der ökonomischen Tradition, in die Grundlagen des Faches ein (Marx, Weber, Toqueville) und vermittelt einen konzisen Überblick über die aktuellen Ansätze wie das Einbettungskonzept von Mark Granovetter, die Netzwerktheorie von Harrison White, das Rationalprogramm von James S. Coleman und die Feldtheorie von Pierre Bourdieu. Insbesondere aber vermitteln die ‚Grundlagen der Wirtschaftssoziologie’ ein lebendiges Bild von den Anwendungsgebieten: Unternehmen, Märkten, Recht, Kultur, Vertrauen, Konsum, Geschlecht u.a.
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Soziale Mobilität in Theodor Fontanes Gesellschaftsromanen

Author: Anja Kischel

Publisher: Peter Lang

ISBN: 9783631596937

Category: Literary Criticism

Page: 316

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Diese interdisziplinare, literaturwissenschaftlich-soziologisch ausgerichtete Studie untersucht erstmals soziale Mobilitatsprozesse in den Handlungsgefugen von Theodor Fontanes Gesellschaftsromanen -Die Poggenpuhls-, -Frau Jenny Treibel-, -Irrungen, Wirrungen-, -Mathilde Mohring- und -Stine-. Die Zielsetzung besteht in der Beantwortung folgender Fragen: Streben die Romanfiguren einen sozialen Auf- oder Abstieg innerhalb ihrer Klasse wie auch zwischen den verschiedenen Klassen an und vermogen sie diesen tatsachlich zu realisieren? Die Analysegrundlage bildet dabei Pierre Bourdieus Theorie der sozialen Ungleichheit. Mit ihrer Hilfe lassen sich die sozialen Mobilitatsprozesse in dem von ihm eroffneten Raum der sozialen Positionen verorten; zudem ermoglicht sie es, die den Mobilitatswunschen zugrundeliegenden Motive sowie die zu diesem Zwecke eingesetzten Mittel und Vorgehensweisen der Figuren gezielt zu beschreiben und zu analysieren."
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Pierre Bourdieu

2. Auflage

Author: Eva Barlösius

Publisher: Campus Verlag

ISBN: 3593412330

Category: Fiction

Page: 195

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Pierre Bourdieu (1930 – 2002) ist ohne Zweifel einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Sein Buch »Die feinen Unterschiede« machte ihn weltweit bekannt. Heute wird sein Werk nicht nur in den Sozialwissenschaften, sondern auch in den Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften rezipiert. Allerdings hat Pierre Bourdieu »seine« Soziologie nicht kompakt und zusammenhängend dargelegt. Vor dem Hintergrund seiner Biografie werden in dieser Einführung Bourdieus Grundbegriffe wie »soziale Praxis«, »Habitus« und »Feld« systematisch vorgestellt. So wird Schritt für Schritt seine soziologische Theorie entfaltet. Eva Barlösius zeigt Bourdieu als einen Soziologen, der die Grenzen dieser Disziplin immer wieder überschritt und wie kaum ein anderer Theorie und Praxis miteinander verband – bis hin zu seinem Engagement als politischer Intellektueller.
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Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland

Über "Die feinen Unterschiede" von Pierre Bourdieu

Author: Philipp Blaich

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3668888329

Category: Social Science

Page: 16

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Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung, Note: 2,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht die Bildungsungleichheit in Deutschland aus soziologischer Perspektive. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Pierre Bourdieus "Die feinen Unterschiede“. Zu Beginn dieser Arbeit soll nun der Habitus-Begriff von Bourdieu und dessen Verständnis über die Strukturierung und Chancenverteilung der Gesellschaft und deren Reproduktion angeführt werden. Das deutsche Bildungssystem ist öfters in der Kritik, gleichzeitig wird doch öfters postuliert, dass "Bildung" der Schlüssel zu "Erfolg" und für die menschliche Entwicklung unabdingbar ist. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von Bourdieus Kapital- und Habitus-Theorie unterschiedliche Lebensstile und Lebensstilwandlungen zu beleuchten und ihre Entstehung aufzuzeigen, sowie zu diskutieren, inwiefern soziale Mobilität möglich ist, und welche Rolle "Bildung" dort spielt. Es soll besprochen werden, was "Bildung" überhaupt bedeutet, welche Verständnisse es über sie gibt, und welchen Faktor sie in Transformationsprozessen der sozialen Mobilität hat; ferner noch, welche Ungleichheit in ihr herrscht, und welche Folgen dies hat. Jenes wird in Anlehnung an Bourdieus Gedanken zum kulturellen Kapital und zur legitimen Kultur, aber auch spezifisch mit Beobachtungen zur Bildung und dem Bildungssystem in Deutschland mit den hiesigen "Besonderheiten" untersucht. Generell wird diese Arbeit auch abbilden, wo Bildungsungleichheit herrscht, und welche Faktoren zu ihr führen, und wie sie sich auf Grund ihrer jetzigen Konstitution und Konzession reproduzieren muss. Bildung meint nicht allein die formale Erlangung eines schulischen oder akademischen Zertifikats. Denn solche sind an sich nicht aufschlussreich darüber, wieviel sozial verwertbares kulturelles Kapital hinter selbst identischen Zertifikaten (das heißt mit gleichem schulischem Kapital) steckt, denn "einberechnet" wird nicht, welche unterschiedlichen Investitionen (ökonomisch, zeitlich) geleistet worden sind, und wieviel verschiedenes ererbtes und inkorporiertes Kapital hineingeflossen ist, geschweige denn welche Erziehung und Sozialisation neben der Schule geschieht. Das erworbene schulische Kapital als institutionelle Bildung kann also höchst unterschiedlich sein, und daher, allein, ein schlechter Maßstab sein, für das, was man unter Bildung sonst versteht: Prozesse der Veränderung des Verhältnisses vom Menschen zu seiner Welt.
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